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Brauchtum

Wir werden unter dieser Rubrik u.a. abwechselnd jedes Quartal verschiedene fastnächtliche Bräuche bringen, welche einen sicherlich sehr interessanten Aufschluss über das närrische Treiben in unserer heimatlichen Region geben.

Eugen Müller
BSF-Präsident



Seit 1860 närrisches Treiben in Kaufbeuren PDF Drucken
In Kaufbeuren ist bereits seit dem Jahre 1816 närrisches Treiben dokumentiert

Im Buch „Eine Liebe in Bildern“ wird von Andreas Schropp belegt, dass in der ehemaligen Freien Reichsstadt Kaufbeuren bereits im Jahre 1816 zünftig Carneval gefeiert wurde, worüber er schreibt:

 „Am 26. Februar 1816 wurde in Kaufbeuren bei einer guten Schlittenbahn eine grosse Schlittenmasq(u)ertate abgehalten. Montags um 10 Uhr wurde es dem Publikum durch die Madam „Tausend Zipfel“ angekündigt. Mittags erschienen 13 Schlitten und fuhren durch die Stadt und dann nach Oberbeuren. Es war auch ein Narrenschiff mit wenigstens 30 Schuh Länge und Masten mit über 25 Schuh dabei. Die Besatzung war teilweise gekleidet in Nachtmützen und Schlafröcken. Abends wurde dann ein masqierter Ball, ohne Visier durfte niemand erscheinen, auf dem Caff(ee)-Haus des Wiedemann auf dem Marckt abgehalten, wo es zum Erdrücken voll war."
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Der Butz von Oberstaufen PDF Drucken
In Oberstaufen im Westallgäu wird alljährlich am „Fasnatziestag“ die Fastnacht in ganz besonderer Art begangen und das hat nichts mit dem üblichen Mummenschanz zu tun. - Im Jahre 1635 stiftete der Reichsgraf Hugo zu Königsegg, Herr zu Rothenfels und Staufen, den Staufener Fahne und Umzug, um nach Zeiten schwerster Bedrückung und tiefster Niedergeschlagenheit neue Lebensfreude zu erwecken. Hatten schon die Einfälle der Schweden in den Jahren 1630 und 1634 den Bewohnern der Herrschaft Staufen furchtbar zugesetzt, so brachte das Jahr 1635 als schrecklichste Heimsuchung in der Geschichte des Marktes die Pest, die vom Mai bis zum Nikolaustag das Leben von 700 Einwohnern jäh auslöschte.
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Bauernfastnacht PDF Drucken
Bauernfastnacht
 
"Narrenschiff - Kirchenschiff" PDF Drucken

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Hindelanger „Butzelarva“ PDF Drucken

Hindelanger „Butzelarva“ mit mehr als 200-jähriger Tradition

In Hindelang im Ostrachtal des Oberallgäus existieren seit über 220 Jahren rund 140 Holzmasken und jede davon ist anderst geschnitzt. Mit diesen Holzmasken, von den Einheimischen auch Larven genannt, springen die Kinder im verschneiten Ort während der Fasnachtszeit herum, um andere Kinder und auch Erwachsene zu erschrecken. Nachweislich befassten sich Konrad Eberhard, geb. 1767 und sein Bruder Franz Eberhard geb. 1768 schon mit dem Schnitzen dieser sogenannten „Butzelarva“, also der Fasnachtsmasken.

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